IPAktuell „Unterbilanz der Sozialbedürfnisse“

Unsere Begegnungen sind auf ein Minimum reduziert.
Selbst Zufallsbegegnungen im Bus, im Supermarkt oder im Restaurant finden nicht mehr statt. Treffen von Eltern auf dem Spielplatz oder auf dem Schulweg sind selten geworden und finden mit körperlicher Distanz statt.

Wir treffen nur mit den Augen aufeinander. Die teilweise maskierte Mimik erschwert die Interpretation des bloßen Augenkontaktes. Uns fehlen die begleitenden Gesichtsregungen.

Auch die Gestik hält Abstand. Unsere Begegnungen im Schulischen, im Studentischen finden digital statt. Selbst unsere (Zufalls-) Bekannten sind uns abhanden gekommen.

Aus einer aktuellen Studie der Universität Hamburg geht hervor, dass uns durch Videokonferenzen und Heimarbeit insbesondere „das Plaudern” mit Kollegen fehlt.

Die Folge ist ein „sozialer Reizentzug”. (Arnold Gehlen)

Wir fragen uns, welche Auswirkungen dies auf soziale Wesen wie uns Menschen hat.

Alfred Adler, der Begründer der Individualpsychologie benannte drei Lebensaufgaben, die unser Leben bestimmen: die Liebe bzw. Familie, die Arbeit und die Gemeinschaft. Alle drei Bereiche haben mit sozialer Interaktion zu tun.
Im beruflichen Umfeld und in unseren sozialen Aktivitäten finden Begegnungen nicht oder nur sehr eingeschränkt statt - eben nicht mehr „leibhaftig“.

Die verminderten Sozialkontakte haben Auswirkungen auf unser ganzheitliches Sein und Werden.
Sie beeinflussen die seelische, geistige und körperliche Gesundheit.
Dies belegen aktuelle Studien aus Medizin, Psychologie und Neurowissenschaften.


In der Hoffnung, dass sich viele Menschen impfen lassen, bin ich zuversichtlich, dass wir zu unserem gewohnten Umgang mit unseren Mitmenschen zurückkehren und mit den Erfahrungen aus der Pandemie bewusster unsere Zukunft gestalten.

Es grüsst aus
dem sonnigen 
Nerotal
in Wiesbaden
Holger
IPA Coaching
Holger Przybyla
Nerobergstrasse 10
D-65193 Wiesbaden
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